Was ist Dju-Su?

Als klassisches System wurden beim Dju Su 18 festgelegte Techniken gelehrt, überwiegend Befreieungstechniken. Heute wird Dju Su in Deutschland immer mehr als freie moderne Selbstverteidigung interpretiert, die sich anpaßt und immer mit der Zeit geht. Es geht darum, typischen Angriffen wie sie in Notwehrsituationen möglich sind entgegen zu wirken.

Typische Angriffe sind z.B. Würgen, Treten und Schlagen. Dju-Su ist eine Selbstverteidigung, die jeder erlernen kann. Hier werden keine körperlichen Voraussetzungen wie Dehnbarkeit, stählerne Muskeln oder Ähnliches abverlangt. Das wichtigste hierbei ist, dass der Verteidiger einen Angriff mit möglichst geringem Kraftaufwand abwehren bzw. ihm ausweichen kann, um sich selber zu schützen. Ein Gegenschlag wird nur ausgeführt, um den Widersacher von weiteren Attacken abzuhalten.


Das Prinzip der Selbstverteidigung ist schlicht: Gut ist, was funktioniert. In erster Linie geht es darum, sich selbst (oder auch andere) zu schützen. Es gibt zwar keine Grenzen, wenn es um den Schutz des eigenen Lebens geht, dennoch wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Schüler sich mit den Gesetzen zur Notwehr auskennen. Denn diese sehen relativ klar vor, was bei einer Notwehrsituation erlaubt ist und was nicht.

Durch das regelmäßige Training des Dju Su vor allem in Kombination mit Chan Shaolin Si erlangt der Schüler das Technikrepertoire und die körperliche Konstitution, um sich gegen jegliche Angriffe zu schützen. Außerdem schützt ihn das so erlangte Selbstbewußtsein bereits im Vorfeld eines drohenden Angriffes. Eine aufrechte nicht ängstliche Haltung, stete Aufmerksamkeit und ein entschlossener Blick, das alles signalisiert "Ich bin kein Opfer!"